19.03.2010
Informationsveranstaltung zum Thema "Die ärztliche Versorgung in der Gemeinde Bestwig"
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Im offenen Gespräch: v.l. Holger Deutschbein, Dr. Friedhelm Schmitten, MdL Hubert Kleff, Dr. Burkhard Gößmann und Winfried Gerold |
Am Freitagabend den 19.03.2010 hatten die Bestwiger Bürger die Möglichkeit, sich im Rahmen eines offenen Gespräches über die ärztliche Versorgung in der Gemeinde Bestwig zu informieren.
Eingeladen hatte der CDU-Gemeindeverband Bestwig.
Dr. Burkard Gößmann, Facharzt für Allgemeinmedizin in Velmede, Dr. Friedhelm Schmitten, Facharzt für Innere Medizin in Ramsbeck und Vorsitzender des Ärztevereins Meschede und MdL Hubert Kleff, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales, standen zum Gespräch bereit.
Unter Leitung des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Holger Deutschbein und des CDU-Fraktionschefs Winfried Gerold wurden verschiedene Themenkomplexe der medizinischen Versorgung erörtert.
Hierbei ging es konkret um die Sicherung der hausärztliche Versorgung in der Gemeinde, die Einteilung der Notfallbezirke im HSK, die ambulante und stationäre Versorgung aber auch um gesundheitspolitische Themen wie beispielsweise die Kopfpauschale.
Die beiden niedergelassenen Ärzte stellten heraus, dass es bei dem vorherrschenden Ärztemangel, gerade im ländlichen Bereich, mehr und mehr zu Ungerechtigkeiten bei der Vergütung der ärztlichen Leistung in Folge von Zunahme der Patientenzahlen käme. Große Unterschiede gäbe es hier von Bundesland zu Bundesland, wobei NRW stark benachteiligt sei. Ein junger Arzt würde sich daher eher in Niedersachsen und Hessen niederlassen als in NRW.
Hubert Kleff verdeutlichte, dass hier nicht allein die Politik in der Verantwortung stünde, sondern in erster Linie die Kassenärztliche Vereinigungen. Die Aufgaben der Politiker im Kampf gegen den Ärztemangel sah er u. a. in der Vereinfachung des Zugangs zum Medizinstudium durch Herabsetzen des Numerusclausus.
Da es sehr viele junge Frauen unter den zukünftigen Medizinern gebe sei es ebenfalls Aufgabe der Politiker, gute Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Betreuungsmöglichkeiten für Kinder auch außerhalb der Regeldienstzeit seien hierfür unbedingt erforderlich.
Keinen Einfluss habe die Landespolitik auf die Neueinteilung der Notfallbezirke. Auch dies sei Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung.
Ziel dieser Maßnahme sei es, eine dringend erforderliche Dienstentlastung für die niedergelassenen Ärzte zu erreichen. Dr. Schmitten zeigte sich über die Entscheidung, die Kreisstadt Meschede nicht als Notfallstandort einzurichten, sehr überrascht und enttäuscht. Er forderte die Zuhörer auf, nicht die langen Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, sondern direkt den Weg ins Krankenhaus zu wählen. So würde sich schnell herausstellen, dass die Notwendigkeit zur Berücksichtigung der Stadt Meschede als Notfallstandort auch bei der KV gesehen würde. Zudem bat er die Zuhörer, die laufende Unterschriftenaktion zu unterstützen.
Viele weitere Themen, wie Medizinische Versorgungszentren, palliativ Versorgung und der Gesundheitsfond, wurden behandelt.
Auch blieb für die Beantwortung der vielen Fragen aus dem Auditorium genügend Zeit.
Insgesamt war es eine sehr gelungene, informative und interessante Veranstaltung.
Abschließend versprach Fraktionschef Gerold, dass in Zukunft weitere Informationsveranstaltungen zu interessante Themen von der CDU-Bestwig angeboten würden.







