15.06.2010
Themenabend "Pflege" des CDU-Gemeindeverbandes
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(v. l.) Wolfgang Koch, Monika Oehlmann, Anne Lochthove, Birgit Koch, Marion Jäkel, Iris Ackermann, Dorothee Heinemann, Jürgen Franke, Falk Dümpelmann |
Was tun, wenn ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird? Welche Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung gibt es bei der Pflege zu Hause? Was kann die stationäre und auch ambulante Pflege alles leisten? Welche Kosten entstehen?
Zu diesem Thema hatte der CDU-Gemeindeverband Bestwig in den Bürgertreff in Bestwig eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, für den Fall einer Pflege Möglichkeiten der Unterstützung aufzuzeigen und konkrete Angebote vor Ort vorzustellen.
Jürgen Franke, Leiter des Christophorus-Hauses in Bestwig-Velmede, gab Einblicke insbesondere in den Bereich der stationären Pflege. Wichtig, so Franke, ist, dass auf die Bedürfnisse der Bewohner individuell eingegangen wird, dass die Qualität der Einrichtung stimmt, dass es menschlich zugeht und das die Bewohner den Kontakt zum gemeindlichen Leben nicht verlieren. „Das ist der Vorteil hier im ländlichen Bereich“, so Franke, „hier kennt jeder noch jeden, so dass bereits soziale Kontakte unter den Bewohnern bestehen“.
Monika Oehlmann von der Caritas Sozialstation Bestwig zeigte den Zuhörern Wege der häuslichen Pflege auf. Je nach Pflegestufe werden die Patienten täglich mehrfach in ihrem gewohnten Umfeld aufgesucht und individuell versorgt. Die Leistungen der häuslichen Pflege erstrecken sich von der Grundpflege bis hin zur Verabreichung von Medikamenten. „Wir bauen zu unseren Patienten eine Bindung auf. Das erreichen wir dadurch, dass der zu Pflegende immer von der gleichen Pflegekraft betreut wird“ so Oehlmann. „Ziel ist es, dass der Betroffene so lange wie möglich in seinem vertrauten Umfeld leben kann und dort auch qualitativ hochwertige Pflege bekommt“.
Der Leiter der Tagespflege des Bernhard-Salzmann-Hauses in Meschede, Wolfgang Koch, stellte die Möglichkeiten der Tagespflege dar. Diese ist von Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 16:15 Uhr möglich. Die Betroffenen können durch einen Fahrdienst von zu Hause abgeholt werden und werden durch geschultes Personal den Tag über in kleinen Gruppen betreut. „Wir bieten einen kostenlosen Schnuppertag an“ so Koch. „So kann getestet werden, ob der zu Pflegende sich bei uns wohl fühlt oder nicht“.
Schliesslich stellten Birgit Koch, Marion Jäkel und Iris Ackermann den von ihnen neu gegründeten Verein ‚Herbstlicht e.V.’ mit seinen Angeboten, insbesondere zur Betreuung Demenzkranker aber auch anderer Pflegebedürftiger, vor. Die Helferinnen betreuen die Erkrankten stundenweise in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause, so dass die Angehörigen entlastet werden und auch mal Zeit für sich haben. „Ziel ist, das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Erkrankten aber auch der Pflegenden zu stärken“ so Koch.
Die Veranstaltung zeigte den interessierten Zuhörern, dass es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Angehörige und auch für die Pflegepersonen gibt. Niemand wird mit seinen Problemen allein gelassen. In einer Pflegeberatung lässt sich ein individuelles Konzept erarbeiten, wobei die Finanzierung der Angebote durch die Pflegeversicherung weitgehend abgedeckt ist.







