22.05.2014

Jetzt müssen schon die Betriebsräte herhalten

Auf der Internetseite der Bestwiger Sozialdemokraten ist groß zu lesen „Betriebsräte unterstützen Daniel Köhne“. Für neue Arbeitsplätze, besonders für Akademiker, setzten sie sich ein. Dafür sind laut dem veröffentlichten Aufruf neue Ideen und ein neuer Bürgermeister erforderlich. Schaut man sich den Aufruf genauer an, erkennt man, dass allein drei der neun Unterzeichner als Wahlkreiskandidaten für die SPD Bestwig kandidieren und es sich um ein Schreiben der „Betriebsräte in der SPD“ handelt.

Aber auch sonst werden die Regeln von Anstand und Fairness von der Bestwiger SPD nicht so ernst genommen. Da wird zum Beispiel im Zusammenhang mit der Gerichtsentscheidung zur Vergabe der Stromnetzkonzession unserem Bürgermeister „peinlicher Dilettantismus“ vorgeworfen. Tatsächlich handelte es sich dabei jedoch um Entscheidungen, die vom Gemeinderat Bestwig sowie den Räten in Meschede und Olsberg getroffen wurden. Vielleicht sollten sich unsere Genossen mal im Spiegel anschauen.
Aber auch Positives ist dem Aufruf zu entnehmen: Der sogenannte „Energieexperte der SPD-Ratsfraktion“, der in der letzten SPD-Wahlbroschüre für eine „faire Partnerschaft“ mit der RWE warb, gehört ebenfalls zu den Unterzeichnern und hat sich damit als Mitarbeiter der RWE zu erkennen gegeben – diese Information war in dem Bericht leider nicht zu finden.

Wir fragen uns jedoch:
Wenn die Bestwiger Sozialdemokraten so mit Ideenreichtum gesegnet sind, warum haben sie diesen in der nun ablaufenden fünfjährigen Wahlperiode nicht im Gemeinderat zum Vorteil unserer Bürgerinnen und Bürger eingebracht?