17.11.2014

Großes Interesse an Bürgerinformation zu Windkraft in der Gemeinde Bestwig

Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Donnerstag der Einladung zur Bürgerinformation zum Thema Windkraft.
Anlass für diese Infoveranstaltung war die Vorstellung der Landesplanung sowie ein Antrag für ein konkretes Vorhaben zum Bau eines Windparks mit 5 Anlagen im Dreieck Velmede – Nierbachtal – Halbeswig.

Zu Beginn wurde durch H. Ahn vom Büro Wolters und Partner die Landesplanung zum Ausbau der Windenergie im Hochsauerlandkreis vorgestellt.

Die politisch durch die große Mehrheit der Bevölkerung gewünschte Energiewende, weg von Atom- und Kohlestrom, erfordert einen starken Ausbau der regenerativen Energieen, wobei sich die Nutzung der Windkraft als effektivste Form der regenerativen Stromerzeugung darstellt.

Um die übergeordneten Ziele auf die einzelnen Regionen und Kommunen aufzuteilen, wurde durch die Bezirksregierung in Arnsberg ein Entwurf zur Änderung des Regionalplans, hier der „Teilplan Energie“ in das Beteiligungsverfahren gegeben.
Darin sind neben den bereits existierenden und bebauten Konzentrationszonen bei Wasserfall und Berlar weitere Flächen in der Gemeinde vorgesehen. Die Gemeinde Bestwig sowie jeder Bürger hat nun Gelegenheit , bis zum 22. Dezember gegenüber der Bezirksregierung zu diesen Planungen Stellung zu nehmen.

Alle Informationen und Pläne können auf der Internetseite der Bezirksregierung abgerufen werden.

Parallel hierzu hat das Planungsbüro Wolters und Partner im Auftrag privater Investoren eine Potenzialflächenanalyse für das gesamte Gemeindegebiet erstellt . So hatte es die Gemeinde von Interessenten für den Bau von Windkraftanlagen in der Gemeinde gefordert.
Dieser Plan wurde den Anwesenden vorgestellt und ist in Kürze auf der Internetseite der Gemeinde Bestwig für jedermann einsehbar.

Anschließend folgten die Erläuterungen zu den konkreten Planungen des Windparks „Kahler Kopf“ zwischen Velmede und Nierbachtal durch die Herren Romberg und Soer . Fünf Anlagen mit einer Gesamtleistung von 12 MW könnten auf dem Areal entstehen. Der Olsberger Markus Romberg unterstützt das Vorhaben als Projektentwickler mit seinem Knowhow gemeinsam mit Peter Soer , der auch die betroffenen Grundstückseigentümer aus der Gemeinde vertritt. Jeder Bürger soll sich an dem Projekt auch finanziell beteiligen können. Auf Einladung von Herrn Romberg und den Grundstückseigentümern soll voraussichtlich im Januar auf einer separaten Veranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt auch mit seinen Beteiligungsmöglichkeiten detailliert vorgestellt werden.

Aufgabe der Gemeinde ist es nun, die Planungen der Konzentrationszonen in der Gemeinde Bestwig durch die Bezirksregierung zu bewerten und bei Bedarf Änderungsvorschläge zum Entwurf der Regierung zu verfassen.. Durch eine Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde könnten dann die Voraussetzungen für eine Steuerung des Ausbaus in unserer Gemeinde in einem geordneten Verfahren geschaffen werden. Das Thema wird Dienstag, den 18. November um 19.00 Uhr in öffentlicher Sitzung der CDU-Fraktion weiter diskutiert.

Zu aktuellen Entwicklungen werden wir hier weiter informieren.